Die Reichsgründer oder das Schmürz
Schauspielhaus Düsseldorf


von Boris Vian, Premiere am 15.5.2009
Regie Christiane Pohle.

Die erste Zusammenarbeit von Philipp Haagen und Rainer Süßmilch. Die beiden nehmen sich die Fantasie d-Moll von Wolgang Amadeus Mozart vor. Zunächst ordentlich am Flügel vorgetragen, dann mit Präparationen am Flügel, Althorn, Harmonium, Tuba, Concertina und Gesängen in diversen Stilistiken zerlegt.



Theater Heute, Juli 2009:
"...Die konsequenteste Umsetzung dieses Zerfallsprozesses gelingt der Inszenierung überraschenderweise in der Musik. Rainer Süßmilch und Philipp Haagen nehmen sich zunächst ein harmloses Mozart-Thema und spielen es an zwei Flügeln als bürgerliche Hausmusik - sorgfältig und steif. Im Laufe des Abends macht dieses unschuldige Thema Metamorphosen durch, die vom schmierigen Blues mit Flügelhorn bis zum zerhackten Klirren mit präpariertem Klavier und zum jaulenden Geheule auf einem Teeglas reichen. Als sich schließlich die Familie gegenseitig mit Gewehren abknallt, verlassen die Musiker empört den Saal, um gleich darauf auf der Beleuchterbrücke als Posaunenengel der Apokalypse zu erscheinen. Mit verstärkter Tuba und Saxofon blasen sie uns das akustische Chaos des Untergangs der heilen Bürgerwelt, in der wir doch alle sitzen, um die Ohren..." Gerhard Preusser

Neue Rhein Zeitung, 18.5.2009:
"...Philipp Haagen und Rainer Süßmilch begleiten das Geschehen mit einem live gespielten Soundtrack, der stilistisch von Mozart bis Tom Waits reicht und einen schönen Kommentar zum Stück liefert..." Thomas Hag

Rheinische Post, 18.5.2009:
"...Die Musiker Philipp Haagen und Rainer Süßmilch geben dem geheimnisvollen Geräusch Klang und lassen sehr schön bürgerliches Klavierspiel in groteskes Geklimper und Blechblas-Gejaule zerfließen..." Dorothee Krings


Hier 2 Videos, entstanden während der Proben, hat nicht allzuviel mit dem späteren Endprodukt zu tun, gibt aber sehr schön die gute Probenenergie wieder...





zuletzt aktualisiert am 30.6.2015